Sonntag, 1. November 2015

1. Jahresgedenken Jan Pierre van Ede

 
 
1. Jahresgedenken Jan Pierre van Ede und
eine wiedergewonnene Zukunft für das Schloss Weißig
 
 
Auch wenn an unterschiedlichen Stellen der Schloßanlage für den stets wiederkehrenden Besucher sichtbar ist, dass
verschiedene Arbeiten einfach auf der Strecke bleiben mussten, so ist die Nachricht vom 1. November 2015 eine sehr froh stimmende.
Das Schloß Weißig bei Oßling als Familiensitz derer von Zehmen erhielt neue Besitzer.


 

Der einladende Herbst 2015 scheint mit seinem goldenen Laub einen würdigen Rahmen dafür setzen zu wollen, dass die Arbeiten am Schloß und dem Schloßgarten in Sinne van Edes weitergeführt werden und im Sinne seines letzten Willens einem veränderten Nutzungskonzept zugeführt werden könnten.
 





Der im Herbst 2013 verordnete, starke Rückschnitt der Linden am südlichen Ende des Parks beginnt Wirkung zu zeigen. Langsam bilden sich neue Kronen aus und vom Schloß her betrachtet, wirken sie bereits wieder als ein geschlossenes Ensemble.



 
 
 Welche Nutzungskonzepte im Sinne Jan Pierre van Edes verfolgt werden sollen, ist im Einzelnen noch nicht bekannt geworden.
Augenblicklich ist das Areal des Schlosses und des Schloßhofes weiträumig abgesperrt, Baustelle.

 
 






Vielleicht belebt sich der Stallhof wieder einmal zu einem Weißiger Weihnachtsmarkt. Vielleicht erklingen bald wieder vom Turm des Schlosses die Trompeten, die weithin von der Weihnachtszeit künden, vielleicht, vielleicht......




Mit diesem Beitrag zum 1. Jahresgedenken an Jan Pierre van Ede, verbunden mit der Information über den Wechsel der Eigentümer von Schloß Weißig, lass ich diesen Blog zum Schloss Weissig und dem Rittergut Weißig wohl enden. Eröffnet habe ich den Blog (hier bitte klicken) mit der damals beginnenden Freundschaft zum Schloßherren Jan Pierre bei einer feinen Flasche Rotwein im sommerlichen Schatten der Linden des Schloßgartens, bei Fachsimpelei und Fotoaufträgen, später über viele Jahre hinweg. Wer mag, der kann in diese siebenjährige Zeit eintauchen und aus meinen Beiträgen ein Stück Schloßgeschichte in sich aufnehmen oder auf sich wirken lassen.
Ich wünsche ihnen viel Freude dabei.

 
 
 
 

Donnerstag, 6. November 2014

jetzt hat er sich auf seine letzte Reise begeben, Jan Pierre van Ede aus Holland


2014: der Schlossbesitzer Jan Pierre van Ede ist gestorben

Am 1. November 2014 (Allerheiligen) starb der holländische Investor und Besitzer des Schlosses Weißig/Oßling daheim im Kreise seiner Familie.
Nun hat er sich auf seine letzte große Reise begeben. Wir werden oft an ihn denken müssen.




Als ich im Frühsommer wieder einmal allein um sein Schloss streifte, weil ich Fotos für mein Fotoarchiv anfertigen wollte, hielt auf der Dorfstraße neben mir ein großer Geländewagen an. Der Fahrer und van Ede Freund aus Weißig begann ein Gespräch mit mir und dabei wollte er wissen, weshalb ich fotografieren würde. In diesem Gespräch erfuhr ich erstmals, dass Jan Pierre schwer erkrankt sei. Plötzlich reiten sich alle meine Fotos der letztem beiden Jahr und die festgehaltenen Eindrücke wie Perlen auf einer Kette auf.
Ich glaubte zu verstehen, weshalb er mich nicht mehr anrief und weshalb auch keine Emails mehr von ihm eintrafen. Um so erschütterter war ich, als mir mein Gartennachbar Martin am Mittwoch einen Zeitungsbericht aus der SZ mit den Worten übergab, ich habe da eine sehr traurige Nachricht für dich.
Jan Pierre von Ede hatte noch so viel mit dem Schloß und im Schloß vor. Ewig bleiben mir die Gesprächsrunden mit ihm bei feinem Rotwein im Schatten der später gestutzten, alten Linden des Schlossgartens in Erinnerung. Aber auch die Gespräche am großen, runden Tisch im "Wohnzimmer" seines Schlosses bleiben es, wenn er kritisch mit seinen MITRUCKERN über die ausgebliebenen Erfolge eines zum Teil aufwendigen Events sprach. Viele von ihnen wanden sich später ab. Was sie wohl heute denken mögen?

Das Leben mischt urplötzlich die Karten neu. Nun baut sich in mir eine Spannung auf, wie es mit dem Schloß Weißig bei Oßling weiter gehen wird. Wenn es nach dem Wunsch des Schloßherren van Ede gehen würde, entstünde daraus ein "Gesundheits- und Seniorenzentrum in angenehmen Umfeld".



Ebenso gespannt bin ich nun darauf, wie die Kritiker des Schlossherren van Ede mit der neuen Situation umgehen werden. Es ist wohl ohne Zweifel viel einfacher, eigene Ideen über die Zukunft eines Schlosses zu entwerfen, wenn es bereits verkauft und damit unerreichbar geworden ist. Urplötzlich und durch die schlimmsten Umstände hervorgerufen, die man sich je denken kann, steht die Immobilie wieder zum Verkauf. Ob es den Strategen von damals gelingen wird, ihren niedergeschriebenen Ideen und Vorstellungen zum Schloß Weißig Leben einzuhauchen? Wir werden es sehen und erleben. Jan Pierre van Ede schaut ganz sicher von da oben auf all diese Menschenkinder da unten im kleinen Weißig herab und kommentiert das Geschehen mit seinem ihm eigenen Humor und seinem einnehmenden Lächeln. Dabei wird er es mit einer seiner weltmännischen Gesten abtun, dass es den Machern der Weißig Internetseite bis heute nicht gelungen ist, über seinen plötzlichen Tod nur eine kleine Nachricht zu veröffentlichen.
Gerne würde ich passend zum aktuellen Thema des Schlosses ein Bild des holländischen Malers Anton Pieck zeigen. Leider besitze ich keins davon und so schließe ich meinen Beitrag von heute mit einem Detail aus dem Schloss Weißig Garten des Jan Pierre van Ede.



(Inschrift auf der Grabplatte des Ernst von Zehmen, 1875 - 1912, Dresden)
1. Brief des Johannes, Kapitel 4.16.

Gott ist Liebe und
wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott und
Gott bleibt in ihm.


Dienstag, 10. Juni 2014

2014, Pfingsten gibt nicht den Ausschlag



Nachdem wir im Dezember 2013 erstmals erstaunt auf die verschnittenen, alten Linden im Schlossgarten blickten, wollten wir uns heute davon überzeugen, was der Baumschnitt bewirken konnte, wie die gestutzten Linden dastehen werden und welches Bild sich uns bieten wird.

Machen wir es kurz, es schaut im ersten Jahr nach dem Schnitt noch nicht so prachtvoll aus. Schatten für eine Rast an heißen Sommertagen sind im Schlossgarten nur kleine zu finden.





Aus all diesen Gründen begab ich mich auf die Suche nach Blicken und Motiven, die einen Hauch von der vorherigen Zeit erzeugen.



Auch wenn der Garten sehr ordentlich gepflegt daher kam, verrieten doch die fehlenden Vorbereitungen am Schloß, an der Schloßeinfahrt und auf der Terrasse des Schlosses, dass zu Pfingsten und auch nicht in naher Zukunft mit der Ankunft der holländischen Schloßbesitzer zu rechnen sein wird.



Dienstag, 4. Februar 2014

das Interesse rund um das Schloss Weißig bei Oßling schwindet weiter

2014: Nach der Betrachtung meiner Besucherzahlen im Schloß Weißig blog für das letzte Jahr stelle ich zunächst einmal und für mich alleine fest, das Interesse rund um das Schloss Weißig bei Oßling schwindet weiter. Es liegt nahe zu mutmaßen, dass das Fehlen des Schloßherren in Weißig und das Ausbleiben seiner Feste und Ballnächte dafür veranwortlich sein könnten.


Besucher zum Jahresbeginn 2014
Hier kommt die Statistik zu 2013: Was hat sich bei den Besucherzahlen im gewesenen Jahr getan und lassen sich daraus Entwicklungen erkennen (Stand Besucheranzahl 04.02.014):

Deutschland
 15.967 Besucher oder Klicks,
Vereinigte Staaten
   1.585
Niederlande  
      602
Frankreich
      368
Russische Föderation
      302
Ukraine  
      150
China
      107
Österreich
        97
Schweiz
        91
Vereinigtes Königreich
        76  Besucher oder Klicks.

Von meinen Besucherzahlen leite ich für mich ab, dass das Interesse am Schloß Weißig blog und rund um das Schloss Weissig weiterhin gesunken ist. Während im Jahr 2012 z.B. noch über 7565 Besucher über verschiedene Suchbegriffe zum Schloss Weißig den Weg in diesen blog fanden, so sind es im gesamten Jahr 2013 "nur" noch 4538 Besucher aus Deutschland gewesen, ein Rückgang um 40%.
Holländische Interessenten gelangten 2012 immerhin noch 227 mal auf meine Seiten und 2013 waren es genau 63 holländische Klicks, ein Rückgang um 72 %.
Nun dürfen wir gespannt sein, wie sich die Zahlen in genau einem Jahr darstellen werden.

und hier geht es zu meiner Statistik der blog Besucher aus den Jahren 2010, 2011, 2012, 2013 ---- bitte anklicken.



Sonntag, 15. Dezember 2013

Schloß Weißig total entblättert



Der dritte Advent ist angebrochen, die drei Heiligen Könige entschlossen sich auch zu einem Zwischenstopp in Weißig bei Ossling. Sie stehen in der Mitte des Dorfes am Mamutstein. Der rote Stern auf dem Weihnachtsbaum beleuchtet eine neue Episode der Weihnachtsgeschichte. Drei Könige stehen im Sonnenlicht von Weißig, drei Kerzen werden an diesem Sonntag überall angezündet und mit ihrem Licht erhellen sie diesen Tag.



Das Bild von der DREI im Advent, von den DREI Kerzen, führt hinüber zu den folgenden DREI Fotos. Es sind drei Durchblicke auf Schloß Weißig. Bild 1 zeigt den Bereich des Schlosses, von dem die Bläser ihr Weihnachtskonzert in die Weihnachtsnacht hinaus tragen.



Im Bild 2 schicken wir den Blick hinauf zum Umgebindehaus.



Das Bild 3 zeigt den Schlossgarten und erweckt bei mir den Eindruck, dass alles wie immer ist.



Doch dieser Blick lässt das Blut in den Adern fast erstarren. Was ist hier passiert?







Mit dem Blick ins "allwissende" Internet erfahre ich, hier machte man alles richtig. Für die Zweifler hänge ich nun einen Link an. Wie schneidet man Linden richtig: HIER!






Montag, 15. Juli 2013

ein Besuch in Weißig und ein Besuch in Lieske

Einer schriftlichen Einladung Jan Pierre van Ede Folge leisten wollend, zog es uns am Samstag wieder einmal nach Weißig zum Schloß hin.



Da es sich bei uns um einen spontanen "Anflug" handelte, blieb das Ergebnis offen. Dafür fingen wir mit der Kamera feine Blumenmotive aus dem sommerlichen Garten des Schloßherren ein.







In Lieske erlebten wir abermals eine Überraschung. Vor längerer Zeit (oder besser gesagt fast auf den Tag genau vor zwei Jahren) berichtete ich an gleicher Stelle über den Pächterwechsel im Brauhaus Lieske. Als wir das Brauhaus dieser Tage betraten, spürten wir beide etwas, ohne einen offensichtlichen Anhalt dafür zu haben. Deshalb fragte ich die junge Kellnerin gerade heraus, gab es in diesem Haus einen erneuten Pächterwechsel?



Diese Frage beantwortete die junge Frau mit einem klaren JA. Die vormaligen Pächter kündigten zum Jahreswechsel 2012 ganz plötzlich den Vertrag. Dann stand das Haus einige Monate leer. Sofort fiel mir das Treffen der Familien Weißig in Weißig bei Ossling ein. Machte ich doch sehr große Werbung für die Qualität des Hauses und seiner Küche. Hoffentlich erlebten sie dadurch keine Enttäuschung.
Der neue Pächter führte vormals das Restaurant auf dem Hutberg von Kamenz. Zu Ostern eröffnete er mit neuer Mannschaft  das Haus, mit neuer Karte und mit neuen Preisen. Nun hoffen wir, dass dem Restaurant mit dem neuen Pächter mehr Glück beschieden sein wird. Fortan nennt sich das bisherige Brauhaus neu Braugasthof-Lieske. Unter diesem Namen findet der Interessierte den Gasthof auch im Internet.



Die Sülze kommt, so erzählte mir der neue Inhaber, direkt vom Metzger aus dem Missionshof
Lieske und wird in der Küche des Brauhauses noch etwas verfeinert. Anstelle der Bratkartoffeln
erhielt ich auf meinen Wunsch hin ein Bauernfrühstück serviert, das als solches nicht mehr auf der
Speisekarte steht. Es ist mit den früheren Bauernfrühstück leider nicht mehr vergleichbar.
Doch der Service stimmt wieder, so als würde Ramona noch das Heft in der Hand führen.


Die Käsespätzle sind für jemanden der viele Jahre in Schwaben gelebt hat, solche auch in Bayern
und Österreich schon probierte, gewöhnungsbedürftig gewesen. Diese kann ich nicht mit guten
Herzen empfehlen.


So bleibt uns, der neuen Besatzung viel Glück zu wünschen.
In diesem Sinne PROST mit einem alkoholfreien Radler.




Dienstag, 28. Mai 2013

Schloßverkauf: wenn nach erster Liebe eine sehr große Distanz entsteht

2013: Das Frühjahr stellt sich dar, wie das gesamte Jahr zuvor vergangen ist:
Es ist still geworden um das Schloss. Nur selten zeigt ein Auto mit niederländischem Kennzeichen auf dem mit Kies bestreuten Schlosshof die Anwesenheit des Schlossherrn Jan van Ede.
(Auszug von 2012 aus der und zugleich Verknüpfung mit der Heimatseite Weißig/Oßling)

ein dunkler Rahmen um eine einstmals schöne Idee

Auf der Heimatseite der Gemeinde Weißig/Oßling fand ich dieser Tage einen interessanten Eintrag mit dem Datum 12. Mai 2013. Wobei mit dem von mir gewählten Begriff 'Eintrag' ein falsches Bild entstehen könnte. Es existiert nämlich und zwischenzeitlich als eigenständige Rubrik mit eigenem Button die aufschlussreiche Seite 'SCHLOSSVERKAUF'.
Im Sinne einer Chronologie zeigt der Autor Manfred Prescher die Bemühungen darum, ein tragfähiges Konzept für die Nutzung des Schlosses nach seiner Schließung 1993 als Kinderheim für den Erhalt des Gebäudekomplexes und für die weitere Zukunft der Immobilie zu finden. Es sind sehr viele interessante und (zumindest) mir unbekannte Abschnitte, Irrungen und Verwirrungen darin zu finden, bis 2005 der Holländer Jan Pierre van Ede des Schloß erwarb. 2013 ist von der anfänglichen Euphorie der rauschenden Ballnächte zu Beginn kaum noch etwas zu spüren, liest man. Prescher schreibt am Ende seines Beitrags davon, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Heimatverein und Schloßherrn van Ede spürbar abgekühlt hat. Es wird zum Abschluss an die Gemeinsamkeiten appelliert, die wieder in den Vordergrund rücken sollten.
Daraus ergibt sich für mich die Frage nach genau dieser Gemeinsamkeit oder den Gemeinsamkeiten. Um welche Gemeinsamkeiten geht es hierbei bzw. gibt es überhaupt Gemeinsamkeiten zwischen dem Heimatverein und dem Schlossbesitzer? Immer wieder erlebte ich enttäuschte Menschen, die nach einem gemeinsamen Event mit dem Schlossherren zu dem Schluss kamen, sich an solchen Aktivitäten nicht mehr beteiligen zu wollen.
Wer sich in meinem blog, etwas Zeit nehmend, auf Spurensuche begibt, findet interessante und erklärende Angaben aus der Hand des Schloßherrn in seinen eigenen Kommentaren in den unterschiedlichen Beiträgen. Er sprach schon immer davon, dass er "Mitrucker" sich wünscht und auch sucht. Das sollten Menschen sein, die mit viel Herzblut zur Sache stehen und Ideen einbringen. Jan Pierre van Ede suchte und fand stets helfende Hände.
Wenn ich im Nachhinein einige der enttäuschten Mitgestalter bei solchen Events nach dem Grund ihrer Enttäuschung befragte, ergab sich fast übereinstimmend das folgende Bild. Jeder erhoffte sich aus dem Namen und dem Image des Jan Pierre van Ede und seines Weißiger Schlosses für sich selbst, schnell und ohne großenen Aufwand Kapital zu schlagen. Das trat bei ihnen in den seltensten Fällen ein. Mit dem 5 € Eintrittsgeld baute der Schloßherr beispielsweise die Kapelle weiter aus. Ein für aufmerksame Beobachter sichtbares Ergebnis sind die neuen Bleiglasfenster in der Kapelle des Schlosses, die aus diesen Einnahmen nacheinander in den letzten Jahren eingebaut werden konnten. Er führte als Hausherr selbst die umworbenen Besucher hochherrschaftlich durch die neu gestalteten, familiären Räume und das restliche Haus bis hoch zur Turmspitze. Mit Charme, Witz und Kostüm verband man die Geschichte des Schlosses mit den Zielen für die weitere Gestaltung des Schlosses in der nahen Zukunft. Das begeisterte die Besucher sehr, denn genau deshalb sind sie ins Schloss gekommen. Über das Rahmenprogramm im Hof machten sie sich weniger Gedanken. Weshalb auch? Kaum ein einziger Besucher verließ ohne ein angenehmes Gefühl die Feste und Veranstaltungen des Jan Pierre van Ede.


aus der Distanz betrachtet:

Schloßparkblick mit Turm


"Mitrucker" werden auch weiterhin vom Schloßherrn gesucht:

Schlossparkblick mit Gärtnerdetail


geschlossene Tore sagen, die van Edes sind gerade mal nicht da:

Torblick